Eintritt in den Kindergarten

Sowohl für Eltern als auch Kinder kann der Kindergarteneintritt zum Problem werden. Viele haben mit Anpassungsschwierigkeiten, Orientierungsschwierigkeiten und Ablösungsproblemen zu kämpfen. Eltern machen sich Sorgen wie es dem Kind unter fremder Obhut geht, müssen jedoch wieder ins Berufsleben einsteigen. Kinder erfahren zum ersten Mal die Trennung von den Eltern und je nach unterschiedlicher Bindung zu diesen gestaltet sich die Eingewöhnung auch individuell. Immer wieder führt ein zu schneller Übergang zu Verhaltensauffälligkeiten wie Aggressionen, Abwendung oder Ängsten. Manchen fällt es schwer sich in einer großen Gruppe zurecht zu finden. Diese benötigen manchmal emotionale Begleitung und Unterstützung in Form von Stärkung der bereits vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Viele Eltern machen sich gerade in der Eingewöhnungsphase Sorgen, wenn die Kinder weinen, nicht schlafen wollen oder das Essen verweigern. Doch dies ist ganz natürlich wenn Kinder eine sichere Bindung zu ihren Eltern haben. Jeder von uns -ob jung oder alt- ist traurig wenn er oder sie eine Bezugsperson die vorab Tagtäglich da war, verabschieden muss. So auch unsere Jüngsten. Trauer ist ein natürlicher Prozess ..

Wenn beidseitig die Ressourcen vorhanden sind, eine schrittweise (kleine Schritte) Loslösung von den Eltern in die Kindergartengruppe, zu gewähren legt sich die Trauer innerhalb von einigen Wochen. Hierbei gibt es vielerlei Faktoren die das beeinflussen.

Gab es bereits Trennungssituationen von den Eltern? (zu den Großeltern, zur Tante/Onkel,…)

Wie lange haben diese gedauert? (Stunden, Übernachtungen,…)

Gibt es Geschwisterkinder in der Familie? (Älter, jünger, wieviele,..)

Eine der wichtigsten Fragen die man sich bei der Eingewöhnung stellen sollte ist: „Bin ich auch schon bereit mich los zu lösen?“ – Denn man glaubt es kaum aber auch das hat einen Riesen Einfluss auf das Kind und seinen Umgang mit der Situation. Kinder sind sehr empathisch und somit auch feinfühlig auf die Emotionen der Eltern.

Zusätzlich gibt es auch bereits bei Kindern verschiedene Bewältigungsstrategien, die sie im Laufe ihres jungen Lebens erlernt haben. Diese kommen nun zum Einsatz.. Hat das Kind bereits gelernt sich für andere Kinder zu interessieren, seine Umwelt zu erforschen und auch schon kleinere „Abenteuer“ ohne Mama erlebt. Dann hat es auch im neuen Umfeld kaum Ängste sich zurecht zu finden, überbrückt die Zeit und erforscht seine neue Umgebung.

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