Chronischer Schmerz

Schmerz ist einer der Hauptgründe, weshalb wir einen Arzt aufsuchen. Wir gehen davon aus, dass der Schmerz ein Signal für eine akute Erkrankung ist. Doch dies ist nicht immer der Fall. Bei manchen findet eine Chronifizierung statt und auch nach jahrelanger Suche wird keine organische Ursache gefunden. Dies macht diesen Schmerz aber nicht weniger real – er ist da! 
Akuter Schmerz hat eine schützende Funktion vor Gefahren, was bei chronischem Schmerz andere ist. Dieser hat seine schützende Funktion verloren und spiegelt keine Gefahr wieder. 
Es hat sich ein Schmerzgedächtnis entwickelt wobei unsere Nervenzellen und Gehirnregionen die für die Schmerzwahrnehmung zuständig sind leicht erregbar werden. Jedoch sind die Nervenbahnen die für die schmerzhemmenden Signale zuständig sind geschwächt. 
Die Anfälligkeit für chronische Schmerzen sind unterschiedlich und können durch verschiedene Faktoren verstärkt oder abgeschwächt werden, dabei spielt unser biographisches Gepäck eine große Rolle. 
Nicht nur einer physiologische Lösung ist hilfreich bei chronischem Schmerz, sondern die psychosozialen Aspekte müssen auch in die ganzheitliche Therapie einfließen sowie die Berücksichtigung der Gedanken und Verhaltensmuster. Als kleines typisches Beispiel für einen gedanklichen Teufelskreis: aus Angst vor dem Schmerz bewegt man sich weniger – durch das Vermeiden von Bewegung verkürzen sich die Muskeln – Verkürzte Muskeln verstärken den Schmerz – Schmerz löst Angst aus – Aus Angst vor dem Schmerz bewegt man sich weniger – usw..

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